Nach Feierabend wird gebüffelt
Karrierechancen als Antwort auf demographische Entwicklung / STRÄHLE + HESS fördert gezielt Mitarbeiter und Auszubildende.
Althengstett (k-w). Für Ausbildungsleiter Markus Bräuning, steht außer Frage: Ein Unternehmen, das in seine Mitarbeiter investiert, investiert in seine Zukunft. Bei STRÄHLE + HESS besinnt man sich auf diese Philosophie jedoch nicht erst, seit das geflügelte Wort von der demographischen Entwicklung und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt die Runde macht. Das Textilunternehmen gibt jedem die Chance auf eine Karriere. Dafür greift das Management tief in die Tasche. „Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Ausbildungsleiter Oleg Heffner, der selber von diesem Vertrauensvorschuss profitiert.
Der Textiltechniker, der unter anderem den Nachwuchs in den technischen Berufen ausbildet, büffelt selber nach Feierabend für sein Bachelor-Studium. „Das ist eine Herausforderung“, sagt der 34jährige, gleichwohl konnte er sich mit finanzieller Unterstützung seines Arbeitgebers einen Traum erfüllen. Die Bindung an das Unternehmen fällt Oleg Heffner nicht schwer, denn „ich fühle mich hier sehr wohl“. Heffner ist bei STRÄHLE + HESS nicht der einzige, der nebenberuflich die Schulbank drückt.
„Ich denke, dass wir längst zu Bildungsweltmeistern geworden sind“, sagt Geschäftsführerin Kirsten Schönharting, die in der Belegschaft darauf drängt, schlummernde Talente zu wecken. „Wenn sich der Mittelstand auf den globalen Märkten behaupten will, muss er sich verändern“, ist die Firmenchefin überzeugt, „deshalb hat Bildung bei STRÄHLE + HESS Hochkonjunktur“. Spätestens in der Krise sei das vielen noch bewusster geworden, betont die Geschäftsführerin, die gerne von den Erfolgsgeschichten ihrer Mitarbeiter erzählt. Unterm Strich aber brächten die nicht nur den Einzelnen voran, sondern das ganze Unternehmen. Mit dieser Devise sei das Bildungsniveau bei STRÄHLE + HESS spürbar gestiegen und die Arbeitsmarktchancen der Mitarbeiter auch.
Markus Bräuning, zuständig für die kaufmännische Ausbildung, weiß dem ganz pragmatische Argumente abzugewinnen: „Wir müssen unsere Spezialisten nicht lang suchen, sondern bilden sie einfach selber aus. Außerdem schweißen solche Chancen natürlich zusammen.“ Angesichts der demographischen Entwicklung werde diese Form von Unternehmenspolitik zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Die Alterspyramide ist auch ein Grund dafür, warum sich Bräuning gezielt mit den Schulen austauscht. Verstehen kann er nicht, dass STRÄHLE + HESS beim Berufsinformationsabend der Realschule Althengstett der einzige Industriebetrieb war, der seine Berufe vorgestellt hat.
Kaum hat Marina Jelic ihre Ausbildung zur Textillaborantin abgeschlossen, darf sie ihr Wissen schon in der Qualitätssicherung einsetzen. Das wiederum, sagt die 24jährige, sei ihr aber nur möglich, „weil man sich für meine Ausbildung wirklich Zeit genommen hat.“ Die Kosten für den dreijährigen Besuch des Ausbildungszentrum GATEX in Bad Säckingen sind von ihrem Ausbildungsbetrieb voll übernommen worden. Mitschüler aus anderen Betrieben hätten gestaunt, „wie das bei uns läuft.“ Ihr Fazit: „Für meine Person kann ich nur sagen: Ich habe meinen Beruf wirklich gelernt!“ Der 22jährige Omar Schlather ist froh, dass er sich für eine Ausbildung bei STRÄHLE + HESS entschieden hat, weil „wir hier nicht als billige Arbeitskräfte gesehen werden, sondern richtig gefordert sind“.
Gerne würde die beiden Ausbildungsleiter noch einem jungen Menschen mit der Ausbildung zum Fachlageristen ab Herbst eine Chance geben. „Mal sehen, ob wir nicht eine Hauptschülerin oder einen Hauptschüler dazu bringen“, sagt Markus Bräuning, „anschließend bei uns als Fachkraft für Lagerlogistik weiter Karriere zu machen.“
Informationen zu den Ausbildungsangeboten bei STRÄHLE + HESS gibt Ausbildungsleiter Markus Bräuning unter Telefon 07051/1302-49 oder per E-Mail:m-braeuning@straehle-hess.de
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