Mit Begeisterung bei der Sache: Ausbildungsleiter Oleg Heffner (links) erklärt Milan Simic, Hannah Luz und Angelika Hohmann beim Girls- und Boysday den Betriebsablauf bei
STRÄHLE + HESS in Althengstett.


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Mit Begeisterung bei der Sache

Girls- und Boysday bei STRÄHLE + HESS / Schüler blicken Textil-Trendsettern über die Schultern.

Althengstett (k-w). Wenn es nach den Textil-Trendsettern von STRÄHLE + HESS ginge, hätte man eigentlich keinen Girls- oder Boysday erfinden müssen. Dass junge Menschen hinter die Kulissen des 80 Jahre alte Familienunternehmens blicken dürfen, hat in Althengstett nämlich Tradition. Schon immer waren die Kinder von Mitarbeitern an den Arbeitsplätzen der Eltern gern gesehen.

Aus dieser engen Verbundenheit über Generationen hinweg entstand der Geist einer Traditionsfirma, die sich ihre ganz besondere familiäre Atmosphäre über alle Höhen und Tiefen hinweg erhalten hat. „Die Jugend hat das Erbe ihrer Vorfahren im wahrsten Sinne des Wortes weitergeführt“, sagt Geschäftsführerin Kirsten Schönharting, die am Girls- und Boysday bewusst den Kindern ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Chance zum Schnuppern hinter den Kulissen gibt.

Auch diesmal waren die jungen Leute mit Begeisterung bei der Sache, als sie den Arbeitsalltag bei den Textil-Trendsettern hautnah erleben durften. Schließlich weht durch das Unternehmen immer ein Hauch von Internationalität, ist es doch weltweit führender Anbieter von Spezialtextilien, vor allem für die Automobilwelt. So führte Oleg Heffner als technischer Ausbildungsleiter Angelika Hohmann und Milan Simic in die Geheimnisse der Strick- und Webtechnologie ein, zeigte ihnen, wie man textile Flächen sauber miteinander verklebt oder vernäht. Keine Scheu hatten die beiden vor den großen Maschinen, die sie sogar selber bedienen durften. Schließlich lernten sie, wie man Weberknoten macht.

Währenddessen durfte Hannah Luz mit Designerin Simone Dorsch nach Herzenslust zeichnen, zuschneiden und kleben. Sie konnte am Schluss fertige Entwürfe zu neuen Geschenkideen für Kundenmailings präsentieren, vom Schlüsselanhänger über Tasche und Gürtel bis zum schmucken Armreifen.

„Diese jungen Menschen sind unsere Zukunft“, erklärt Oleg Heffner, warum er so geduldig jeden Handgriff und jeden Produktionsablauf erklärte, „nur so können wir sie für unsere Technologien und innovativen Prozesse begeistern.“ Was seinen Teamchef, Entwicklungsleiter Armin Fendt, besonders freute: Alle waren „super interessiert“. Angelika Hohmann möchte im nächsten Jahr wiederkommen, um ein Betriebspraktikum bei STRÄHLE + HESS zu absolvieren. Oleg Heffner: „Also hat sich der Tag für beiden Seiten schon gelohnt“.

Ähnlich erging es Simone Dorsch, die sich in ihre eigene Jugendzeit zurückversetzt fühlte. „Ich habe selber in dem Alter schon gebastelt und für meine kleine Schwester genäht“, verrät die Designerin, „deshalb kann ich gut nachvollziehen, warum Hannah gleich Feuer und Flamme war.“ Der Kontakt zur Arbeitswelt könne nicht früh genug vermittelt werden, um die Jugend für Berufe zu begeistern.

Letztendlich haben einige Mädchen und Jungen auf diese Weise schon ihren Traumberuf gefunden. Auch das Textilunternehmen bildet regelmäßig aus. Aktuell möchte Oleg Heffner beispielsweise eine Auszubildende oder einen Auszubildenden für den Beruf des Produktionsmechanikers Textil begeistern.

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