Hydrokultur bei STRÄHLE + HESS
3836 Kilometer fahren – von Madrid nach Moskau – mit einem Liter Normalbenzin? Dieser Wunschtraum ist schon Wirklichkeit – beim Shell Eco-Marathon, eine der weltgrößten Leistungsschauen energiesparendster Fahrzeuge. An dem hochinnovativen Entwickler-Wettbewerb beteiligt sich nun auch das Althengstetter Unternehmen STRÄHLE + HESS. Das Ziel des Automobilzulieferers: Bis 2010 den spritsparendsten Fahrzeug-Innenraum der Welt entwickeln – mit exzellenter Optik.
Die Textilspezialisten aus dem Nordschwarzwald wollen damit ihre Kompetenz im wichtigsten automobilen Trend stärken: Weniger Verbrauch und weniger Gewicht – bei gleichbleibendem Komfort. Der Shell Eco‐Marathon wird bereits seit einem Vierteljahrhundert ausgetragen, inzwischen auf drei Kontinenten. Was beim ersten Wettbewerb 1985 noch eine exotische Nische war, hat sich inzwischen zur Ideenschmiede eines Megatrends entwickelt: der Wettkampf um das am wenigsten Energie verbrauchende Fahrzeug der Welt. STRÄHLE + HESS investiert hier in die Entwicklung und folgt damit Unternehmen wie Volkswagen, 3M und natürlich Shell, die das Marktpotenzial des Ideenwettbewerbs erkannt haben. Entwickelt
werden die spritsparenden Concept-Cars vornehmlich von Studierenden der Fachrichtungen Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik sowie Informatik.
Eines der erfolgreichsten Teams der vergangenen Marathons: team ecoemotion, eine Entwicklergruppe der Fachhochschule Merseburg und der Burg Giebichenstein-Hochschule für Kunst und Design Halle. Beim diesjährigen Marathon gewann das Team die Silbermedaille in der Disziplin Technische Innovation, und errang im Jahr zuvor den Design- und Eco-Design-Award des Wettbewerbs. Für 2010 vereinte sich ecoemotion mit dem Team Fortis Saxionia der Technischen Universität Chemnitz zum Projekt hydrokultur, das zudem ergänzt wird durch Studierende und Absolventen der Fachhochschule Mittweida.
STRÄHLE + HESS hat entschieden, diese viel versprechende Gruppe zu unterstützen. Unter Projektleitung von Alex Bart und Paul Stawenow
(Hochschule Halle) wird nun, im Rahmen einer Projektwoche unter der Leitung von Chefdesignerin Claudia Khalil und Team, der flexible
Fahrzeuginnenraum für das Marathon-Teilnehmerfahrzeug für 2010 entwickelt. Unter dem Arbeitstitel ZeroX wird es speziell für den Stadtverkehr konzipiert – und von einer Wasserstoff-Brennstoffzelle mit Elektromotor angetrieben. Beim Innenraum setzt man auf Biowerkstoffe, die ihr ästhetisches Potenzial entfalten und so dazu beitragen sollen, dem ökologischen Fahrzeugbau ein neues Image zu verleihen. Spritsparend und umweltverträglich, aber intelligent und ästhetisch – so lautet die Vorgabe für Chefdesignerin Claudia Khalil.
Um die inspirierenden Ideen auf breiter Front möglichst zeitnah auch nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip zu implementieren, veranstaltete
STRÄHLE + HESS nun zudem eine ZeroX-Innovationswoche. Neben einem Workshop mit hydrokultur-Teammitgliedern leistete Julia Fritz von der Herrenberger Firma trendenzz einen innovativen Beitrag zum Thema Design.
Zudem wurde eine Studie von Justus Böckmann vorgestellt (Nottingham University Business School). Titel der Böckmannschen Untersuchung: „Wir haben die Kraft? Auswirkungen des Konjunkturzyklus: Eine empirische Analyse am Beispiel der Firma STRÄHLE + HESS“. Auch die Mitwirkung am Eco-Marathon belegt: STRÄHLE + HESS hat die Kraft, Zukunft zu gestalten, und wie in allen 80 Jahren ihrer Firmengeschichte, in jeglichen Konjunkturzyklen bestehen zu können – immer mit dem Ziel, seinen Kunden Profil zu geben.
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