Textile Leidenschaft als ständige Herausforderung: Kirsten Schönharting, Geschäftsführerin von STRÄHLE + HESS.



Frech und feminin präsentiert sich der Fahrzeug-Innenraum „iMiev pop“, den das Designerteam von STRÄHLE + HESS für den Genfer Auto-Salon gestaltet hat. Das vom Schweizer Autovisionär Frank M. Rinderknecht entwickelte Elektro-Großserienfahrzeug für Mitsubishi sorgte mit seinen großflächigen Blumen-Applikationen und schwungvollen, unkonventionellen Nähten auch beim 13. BAIKA-Jahreskongress in Ingolstadt  für Furore.



Mit kräftig-maskuliner Linie präsentiert sich der rote Zwillingsbruder "iMiev wave" auf dem Genfer Auto-Salon. Auch dieser Fahrzeug-Innenraum des Elektro-Großserienfahrzeugs von Mitsubishi trägt die Handschrift des Designerteams von STRÄHLE + HESS.


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Individualität als Zukunftsstrategie

STRÄHLE + HESS im Fokus des internationalen BAIKA-Kongresses / Schönharting: Trendanalysen und Visionen weisen den Weg.

Ingolstadt / Althengstett (k-w). So individuell wie die Ansprüche des Verbrauchers an neue Produkte in Design und Ausstattung sind, so flexibel müssen innovative Zulieferer auf die ständigen Herausforderungen der Märkte reagieren. Das sagte Kirsten Schönharting, Geschäftsführerin von STRÄHLE + HESS, beim 13. BAIKA-Jahreskongress „Zulieferer Innovativ 2011“ am Mittwoch, 6. Juli, im Audi Forum Ingolstadt vor rund 1000 Fachbesuchern aus 20 Ländern.

Im Mittelpunkt des bedeutenden internationalen Kongresses für Unternehmen und Institute von Bayern Innovativ standen die Zukunftsstrategien der Automobilbranche und ihrer Zulieferer. „Heute muss das Interieur zum Auto passen – morgen zum Fahrer“, erläuterte Schönharting als Hauptreferentin, wie bei STRÄHLE + HESS aktuelle Trends in textile Materialkonzepte für das Interieur von Fahrzeugen umgesetzt werden. Der schwäbische Automobilzulieferer erarbeite sich seinen Ruf als international führender Anbieter von Spezialtextilien mit individuellen Lösungskonzepten täglich neu.

STRÄHLE + HESS zählt 120 Mitarbeiter und schreibt einen Jahresumsatz von 23 Millionen Euro. Das kreative Team ist ständig auf der Suche nach Antworten auf Herausforderungen an Design und Produkte der Zukunft. Unter dem Stichwort Texspiration werden aussagekräftige Kollektionen auf Basis aktueller Trendanalysen geführt, auf denen die Materialkonzepte aufgebaut werden. Dabei werde Textil häufig als Werkstoff für überraschend einfache Lösungen (Texperience) präsentiert. Der Kunde profitiert vom hohen Maß an 80-jähriger Unternehmenserfahrung und Kreativität, was sich zum Beispiel in der Schnelligkeit bei Serienanläufen niederschlage.

Der Textil-Markt sei extrem fragmentiert und werde von vielen Einflussfaktoren geprägt, wobei Konsumenten, Gesetzgeber, Hersteller und Kapitalgeber Schlüsselrollen zukommen. Strategische Antworten auf strukturell signifikante Entwicklungen finde STRÄHLE + HESS in der Besetzung von Marktnischen. Ein großer Teil des Umsatzes resultiere aus Neuprodukten, die in der Regel durch Patente geschützt seien und auf dem Know-how der Mitarbeiter beruhen, weshalb sie von Mitbewerbern nicht kopiert werden könnten. Marktpositionen würden durch Innovation gefestigt.

Die Textil-Trendsetter leiten ihre Strategie von Visionen ab, betonte die Geschäftsführerin. Schwerpunkt bei der Ausgestaltung von Showcars sei das Wertesystem des Unternehmens und die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, womit Maßstäbe bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe gesetzt werden. So gehört STRÄHLE + HESS zu den Pionieren, die sich über die Herstellung in Produktionskreisläufen nach dem Cradle to Cradle-Prinzip Gedanken machen. Die Textil-Trendsetter beweisen, dass selbst edles Autointerieur in umweltfreundlichen Produktionskreisläufen mit dem Ziel der Ökoeffektivität produziert werden kann. „Nur so kann nachfolgenden Generationen ein intaktes und ökonomisches Gefüge hinterlassen werden“, betonte Schönharting.

Textile Sicherheit hat Konjunktur. Dazu tragen innovative Ideen von STRÄHLE + HESS bei, was das Unternehmen zum gefragten Entwicklungspartner für unterschiedlichste Branchen macht. Textile Bänder, die in Autos und Flugzeugen eingesetzt werden, bestehen sogar härteste Crashtests. Die Kreationen des Designerteams stehen für den Werteumbruch hin zu einer humaneren Welt, die Jahrzehnte von Egoismus geprägt wurde. Zeitgleich wird der Rückbesinnung auf traditionelle Werte und Glaubwürdigkeit Rechnung getragen.

Dennoch soll der Fahrer Freude an seinem Fahrzeug haben, sich mit ihm und seinem Interieur identifizieren können. Ziel sei, dem Trend zu Variabilität und Individualität gerecht zu werden.

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