Strähle + Hess auf der Leipziger Automobilmesse
Mit ihrer neuesten Stofferfindung: „facalis“ - ein Material, aus dem die Althengstetter Träume stricken.
Althengstett/Leipzig/München. Die STRÄHLE + HESS GmbH präsentiert auch 2010 eine Weltneuheit auf einer Internationalen Automobil-
Messe: Vom 10. bis 18. April zeigen die Althengstetter bei der Weltpremiere des Showcars „Nios“ ihren visionären Auto-Innenraum
mit „facalis“ – aus der leichtesten Naturfaser der Welt.
Auf Deutschlands zweitgrößter Automesse in Leipzig demonstrieren die Textilspezialisten, dass sie nicht nur innovativer Trendsetter, sondern auch der Interieur-Partner Nr. 1 sein können, wenn es um benzinsparende Konzeptionen geht.
Den schwierigen Zeiten in der Automobilbranche angemessen, repräsentiert sich STRÄHLE + HESS GmbH relativ bescheiden, auf der diesjährigen AMI (Auto Mobil International) in Leipzig. Das Unternehmen mietet keinen eigenen Stand an – sondern ist lediglich am Messestand einer Studentengruppe mitvertreten, die STRÄHLE + HESS unterstützt.
Die Gruppe von Studierenden der Hochschulen Merseburg, Halle und Chemnitz führt auf der Messe ihr Projekt „Nios“ vor. Ein Concept-Car
(früherer Name: „ZeroX“), mit dem die Studenten am Shell Eco-Marathon teilnehmen, eine der weltgrößten Leistungsschauen energiesparendster Fahrzeuge.
Die Textilien für den Innenraum des Nios’ hat STRÄHLE + HESS entwickelt und gefertigt. Geprägt wird das Interieur von der leichtesten Faser der Welt: „facalis“ wächst in den Tropen, und ist leicht wie ein Windhauch. Dazu hat „facalis“ noch Idealqualität direkt aus der Natur - ist atmungsaktiv, wasserabweisend, daunenweich und dehnbar. Sogar antiseptisch und hypoallergen. Doch so federleicht, dass man es nicht spinnen kann.
Die STRÄHLE + HESS GmbH hat ihr textiles Know-how genutzt, um „facalis“ in den automobilen Innenraum zu bringen. Auf bisherige klassische Verfahren wie zum Beispiel Kaschieren mit Polyurethanschaum wird verzichtet und neue Gedankenansätze erhalten Einzug.
Aus der Entwicklung von STRÄHLE + HESS geht ein eigens konzipierter „facalis“-Vliesstoff hervor – woraus der Vorteil der Sortenreinheit erwächst, und auf den gängigen Polyesterschaum nunmehr gänzlich verzichtet werden kann. Eine Weltneuheit ist auch die Außenhaut des Fahrzeugs. Hier werden mehrere Schichten des neuen Materialtyps „facalis“ miteinander verbunden und durch Harz veredelt; eine Idee generiert durch mehrere Experimente des Studenten-Teams von der Hallenser Hochschule für Kunst und Design.
Zu „facalis“ erläutert STRÄHLE + HESS-Chefdesignerin Claudia Khalil: „Aus diesem Stoff lassen wir Träume wachsen, und helfen dank seines Fairtrade-Charakters mit, unsere Erde ein wenig besser zu gestalten.“ Optisch macht der innovative „facalis“-Innenraum ebenfalls eine gute
Figur. In dem futuristischen Design, mit Dach und Türen transparent, dominiert ein zarter minziger Pastellton, der die Trendfarbe Cleanwhite weiterführt und exotisch veredelt. Dieser neue Ton kombiniert sich weiter mit einem lichtneongrünen sportlichen Keder – dem Starprodukt aus der Palette der STRÄHLE + HESS GmbH. Die Fußmatten im Look von frisch geschnittener Wildseide erfrischen LED-Lampen im Cockpit.
Die Farbe Grün als wiederkehrendes Element symbolisiert und manifestiert den hohen Anspruch 100 % ökologisch produzierter Materialien. Bei der Armatur geht man diesbezüglich ganz neue Wege. Kunststoff kam nicht in Frage. Gepresste Flachsplatten als umweltfreundliche Alternative
waren zu schwer.
STRÄHLE + HESS wollte einen Schritt weitergehen, und eine Armatur der nächsten Generation entwickeln. Dreidimensionalität und austauschbare Systeme finden hier Einzug in mobile Konzepte einer neuen Fahrzeuggeneration, „die intelligent und austauschbar wird mit Mut zu neuen Wegen – denn wir haben die Kraft, mit guten Ansätzen Berge zu versetzen“, so Chefdesignerin Claudia Khalil. Der Fahrzeugboden-Belag ist komplett mit der neuen STRÄHLE + HESS-Technologie Dreben gefertigt (gleichzeitiges Drehen und Weben des Fadens).
Weil die Öko-Materialien durch Licht ausbleichen, entsteht ein organischer, lebendiger Effekt. „Farbe lebt“, so Claudia Khalil, „weil die Natur sich verändern muss – aus ihr erwächst eine Schönheit gerade durch ihre Veränderung.“ Verändern müssten sich auch die normalen Automobil-Bedingungen und –Prüfungen: „Hier müssen wir flexibler werden, alte Denkweisen erneuern, alte Pfade verlassen – und neue pflanzen.“
Das Video zum Projekt Nios > MEHR
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